Ein neues Wohnhaus entsteht - Grundsteinlegung in der Wismarer Straße 1 in Neustadt in Holstein

In der Wismarer Straße 1 im Neubaugebiet Lübscher Mühlenberg in Neustadt in Holstein entsteht ein neues Wohnhaus für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und hohem Unterstützungs- und Pflegebedarf. Das Gebäude soll Ende 2027 bezugsfertig sein. 

Mit dem Neubau wird das bestehende Angebot für Menschen mit kognitiver Behinderung und Pflegebedarf in der Region erweitert.
Für die HLW bedeutet der Neubau auch eine Weiterentwicklung der aktuellen Angebote in Ostholstein. Bauherrin ist die Stiftung Leben und Wohnen. Die HLW Leben und Wohnen gGmbH wird den Betrieb des neuen Angebots übernehmen.

Neben Gästen von anderen sozialen Trägern sowie aus Bauwirtschaft und Politik waren auch zahlreiche Klient*innen und Mitarbeitende aus Merkendorf (KSH) zur Grundsteinlegung gekommen. Bei der Veranstaltung sprach der Bürgermeister Mirko Spieckermann der Stadt Neustadt in Holstein: „Die HLW Leben und Wohnen setzt mit diesem Projekt ein wichtiges Zeichen für eine inklusive Gesellschaft. Eine lebendige Stadt zeigt sich nicht nur durch schöne Gebäude oder eine gute Infrastruktur, sondern vor allem dadurch, dass alle Menschen ihren Platz finden und selbstbestimmt leben können.“

Das neue Wohnangebot verbindet Leistungen der Eingliederungshilfe mit Pflegeleistungen und schafft damit ein zeitgemäßes, ambulant ausgerichtetes Wohnsetting mit individueller Assistenz. Geplant sind sieben Wohnungen für insgesamt 23 Menschen unterschiedlichen Alters und mit unterschiedlichen Unterstützungsbedarfen. Ein Gemeinschaftsraum im Erdgeschoss soll zudem Begegnungen im Quartier ermöglichen und das Miteinander im Stadtteil stärken.

„Wir möchten dazu beitragen, dass ein Umfeld entsteht, in dem Menschen selbstverständlich miteinander in Kontakt kommen und Inklusion im Alltag mit Leben gefüllt wird“, fasst Carsten Krüger die Ziele des Projektes zusammen. Möglich wurde das Projekt, das schon seit 2021 in Planung ist, durch eine Förderung der Investitions- und Förderbank.

Ein besonderer Moment der Zeremonie war das Einbringen einer Zeitkapsel in die Bodenplatte. Diese wurde mit Unterstützung eines Klienten des KSHs eingemauert und symbolisiert den gemeinsamen Start des Bauprojekts. In der Zeitkapsel befinden sich die tagesaktuellen Lübecker Nachrichten, der Reporter als regionale Zeitung, die Hauszeitung „Charlie“ aus Merkendorf sowie eine Stiftungssatzung – als Zeichen der inhaltlichen und organisatorischen Grundlage des Vorhabens.

Bei hochsommerlichen Temperaturen und guter Stimmung wurde im Anschluss gemeinsam gefeiert. Für das leibliche Wohl sorgte ein Buffet aus Merkendorf, das von vielen Gästen positiv hervorgehoben wurde.

Die Grundsteinlegung markiert damit nicht nur den Beginn eines Bauprojekts, sondern auch den Start eines neuen Angebots, das Inklusion und Teilhabe in Ostholstein weiter stärken wird.