Von Anfang an inklusiv: die Zufriedenheitsbefragung 2026
Wie zufrieden sind die Menschen, die wir begleiten, mit unserer Unterstützung? Was läuft gut, was könnte besser werden? Im November findet an allen Standorten der HLW Leben und Wohnen gGmbH die turnusmäßige Zufriedenheitsbefragung statt. Das Besondere in diesem Jahr: Die Befragung wurde von Anfang an inklusiv gestaltet – und auch bei der Durchführung arbeiten Leistungsberechtigte und Mitarbeitende Hand in Hand.
Alle zwei Jahre sind Träger der Eingliederungshilfe verpflichtet, die Zufriedenheit der Menschen mit den erhaltenen Unterstützungsleistungen zu erfragen. Bei der Vorbereitung der diesjährigen Befragung hat die HLW bewusst einen neuen Weg eingeschlagen. Die Erfahrungen aus der letzten Befragung zeigten, dass ein neuer Fragebogen gebraucht wurde. Dabei war von Anfang an klar: Die Fragen sollen verständlich sein, zur Lebensrealität der Menschen passen und ihnen ermöglichen, ihre Meinung und ihre Wünsche wirklich zum Ausdruck zu bringen.
Von der ersten Idee bis zum fertigen Fragebogen
Bereits 2025 bildete sich eine Arbeitsgruppe aus Leitungskräften aus Hamburg und Ostholstein, die sich intensiv mit der Entwicklung eines neuen Fragebogens beschäftigte. Nachdem ein erster Entwurf vorlag, wurden interessierte Leistungsberechtigte und Mitarbeitende zu einem gemeinsamen Workshop eingeladen.
Dort wurde der Fragebogen vorgestellt, diskutiert und direkt erprobt. In kleinen Übungen stellten sich die Teilnehmenden gegenseitig die Fragen. Dabei wurde deutlich, wo Formulierungen noch unverständlich waren, welche Fragen anders gestellt werden sollten und was die Befragung insgesamt freundlicher und zugänglicher machen könnte. Die Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge waren ausgesprochen wertvoll und flossen in die Überarbeitung des Fragebogens ein.
Ein Tandem, zwei Perspektiven
Eine weitere Besonderheit ist die Durchführung der Befragung: Die Interviews werden von Tandems aus jeweils einer leistungsberechtigten Person und einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter geführt. Beide haben sich freiwillig für diese Aufgabe gemeldet und wurden in einer eintägigen Schulung auf ihre Rolle vorbereitet.
Die Tandems besuchen jeweils einen anderen Standort, als den in dem sie selbst leben bzw. Unterstützung erhalten oder arbeiten. So wird sichergestellt, dass die Befragungen nicht im eigenen unmittelbaren Umfeld stattfinden.
Zum Konzept gehört außerdem die Rolle des sogenannten „Brückenbauers“ oder der „Brückenbauerin“. Das ist eine vertraute Person aus dem jeweiligen Standort, die auf Wunsch bei der Befragung dabei sein kann. Sie soll Sicherheit geben und unterstützen, wenn Fragen oder Unsicherheiten auftauchen – ohne die Antworten zu beeinflussen.
Im November geht es los
Nun sind alle Vorbereitungen getroffen und die Tandems stehen bereit. Im November werden sie an den HLW-Standorten unterwegs sein und die Interviews führen. Einige Befragungen haben auch schon stattgefunden.
Wir sind gespannt auf die Rückmeldungen und darauf, welche Erkenntnisse wir aus der Befragung gewinnen. Denn nur wenn die Menschen ihre Meinung verständlich und offen äußern können, erfahren wir, was ihnen wichtig ist und wo wir unsere Unterstützung weiterentwickeln können.